Zuchtbestimmungen der

Landesgruppe Mops & Bulldogge

(gemäß der Vereinssatzung des ARCD e.V., in Anlehnung der Zucht- und Körordnung des ARC und ARCD e.V. Deutschland)

 

Diese Zuchtbestimmungen

verpflichtet die der LG angeschlossenen Zuchten der Rasse Mops, französisch - und englisch Bulldogge, sich für die beständige Gesundung dieser Rassen einzusetzen und verfolgt den Zweck Hunde zu züchten, die dem allgemeinen Rassestandard entsprechen.

 

Die Landesgrupppe hält ihre Züchter dazu an, ihre Rassen auf rassespezifische Erkrankungen des Skelettsystems, der Organe, der Augen, der Atmung untersuchen zu lassen, auf Fehlstellungen und schädigende Erb - und Sondermerkmale der Rassen zu achten und in diesem Sinn Zuchtauslese und Nachzuchtförderung zu betreiben.

Die rassespezifischen Untersuchungen sind von einem dafür zugelassenen Tierarzt, in Sedierung durchzuführen und auszuwerten. Eine Untersuchung ohne Sedierung kann nur auf Antrag und nach Prüfung stattgegeben werden.

Eine Untersuchung auf Keilwirbel, HD, ED und PL (Patellaluxation) ist bei der Rasse Mops, französisch Bulldog und englisch Bulldogge eine Pflichtuntersuchung.

 

Die genetische Untersuchung auf PDE (Pug Dog Encephalits) ist bei der Rasse Mops zwingend erforderlich.

NME/NME-NME/NME-Verpaarungen wird nicht stattgegeben.

NME/NME-N/NME-Verpaarungen können nur nach Rücksprache mit den Landesgruppenleiterinnen stattgegeben werden.

Bei weiteren Erkenntnissen sind Änderungen vorbehalten.

 

Ebenso wird bei den franz. und engl. Bulldogge eine Herzuntersuchung mittels EKG oder Ultraschall, spezifische Augenuntersuchung auf En - und Ektropium und eine Kontrolle der Nieren mittels großem Blutbild angeraten.

Das Mindestalter für PL Untersuchungen, HD-, ED und Keilwirbel bei der Rasse Mops wird frühestens auf den 12. Lebensmonat festgelegt. Bei Bulldoggen auf den 15. Lebensmonat.

Hunde mit Keilwirbelbildung dürfen nur mit einem keilwirbelfreien Partner bzw. mit einem Partner mit weniger Keilwirbeln gepaart werden. Bei mehr als 5 Keilwirbeln wird einer Deckung nicht mehr zugestimmt.

Die Zuchtbestimmungen schreiben diese Notwendigkeit vor und somit nimmt die Gruppe nur Züchter mit rassespezifisch untersuchten Hunden in ihren Züchterreihen auf und diejenigen, die bereit sind, dies im Sinne der verantwortlichen Weiterzucht dieser Rassen zu tun, wobei hier das Alter des Hundes zu berücksichtigen ist und gegebenen Falls vom Zuchtwart/Zuchtrichter/Tierarzt Nutzen und Risiko abgewägt wird.

 

Die Landesgruppe gestattet keine "Merle-Verpaarungen" bei den Rassen. Auch darf mit "merlefarbenen" Hunden und deren Abkömmlingen nicht in der Landesgruppe gezüchtet werden.

Die Landesgruppe gestattet keine "weiß/weiß-Verpaarungen" bei der Rasse Mops, ebenso eine Verpaarung platinum und weiß. Weiße Möpse sind unter Beachtunge der Auflage zur Zucht zugelassen.

 

Den Züchter der Landesgruppe Moßs und Bulldogge im ARCD e.V. ist es nicht erlaubt, Farben bei Mops und Bulldogge nach Fantasie zu benennen, wenn diese augenscheinlich nicht feststellbar sind oder nicht von einem Labor im Farbtest nachgewiesen wurden. Im Zweifelsfall ist eine Farbanalyse bei einem Labor zu beantragen, soweit das möglich ist.

 

 

 

Die Züchter der LG sind ab sofort veranlasst, ihren aktuellen Wurf bis spätestens 5 Tage nach deren Geburt der Welpen mit Namen der Eltern, Anzahl der Welpen, Geschlecht der Welpen und gegebenen Falls verendete Welpen handschriftlich oder per E-Mail an die Gruppenleiter zu melden.

 

 

1. Zuchtalter und Deckung in der Landesgruppe:

Rasse Mops und französische Bulldogge:

Die Zuchthündin kann in der Landesgruppe zur Zucht eingesetzt werden, wenn die Untersuchungen durchgeführt wurden und der Deckzeitpunkt im 15. Lebensmonat liegt.

Es ist darauf achten, dass die Hündin ausreichend entwickelt ist und sich in einem stabilen Zustand befindet. Hier ist im Zweifelsfall ein tierärztliches Zeugnis einzureichen.

Bei Rüden gilt das Erreichen des 12. Lebensmonats.

 

Rasse englische Bulldogge:

Die Zuchthündin kann zur Zucht eingesetzt werden, wenn die Untersuchungen getätigt wurden und der Deckzeitpunkt im 18. Lebensmonat liegt.

Es ist darauf achten, dass die Hündin ausreichend entwickelt ist und sich in einem stabilen Zustand befindet.

Bei Rüden gilt das Erreichen des 15. Lebensmonats.

Von jeder Deckung ist ein Zuchtwart der ARCD Landesgruppe zu informieren – bei Deckvorhaben ist vom Hündinnenbesitzer frühzeitig die Auswahl des Rüden zu treffen, schriftlich mitzuteilen und mindestens 2 Rüden zum Deckvorhaben aufzuführen. Hier müssen Auflagen beachtet werden, die bei der ZTP festgehalten wurden. Die Wahl des Rüden obliegt in erster Linie dem Züchter.

Es ist den Züchtern der Landesgruppe Mops & Bulldogge des ARCD e. V. nicht gestattet, ihre Zuchthündinnen mit Rüden zu paaren die nicht auf rassespezifische Erkrankungen untersucht sind.

Alles Weitere entnehmen sie der ZKO des ARC/ARCD e.V.

 

2. Zuchtzulassung

 

Hier gilt die ZKO des ARC/ARCD e.V. und ein Zusatz:

Hunde mit Registrierpapieren dürfen in der LG nur mit Hunden verpaart werden, die im Besitz einer regulären vollständigen Ahnentafel sind und müssen alle Untersuchungen aufweisen. Welpen aus solchen Verpaarungen erhalten eine Ahnentafel und dürfen wiederum nur mit Hunden gepaart werden, die im Besitz einer regulären vollständigen Ahnentafel sind.

Hunde mit Registrierpapieren erhalten bei Eignung zunächst eine Zuchttauglichkeit für 12 Monate.

In diesem ersten Jahr ist der Züchter berechtigt den Hund einzudecken und Rüden decken zu lassen. Alle Deckungen und Belegungen müssen bei der Landesgruppe angezeigt werden.

Die Zuchtrichter und Zuchtwarte der ARCD Landesgruppe sind in einer eingeschränkten bzw. uneingeschränkten Zuchttauglichkeit des Hundes berechtigt, diesem bei schwerwiegenden gesundheitlichen Vorkommnissen des Zuchtergebnisses, bzw. bei Verstößen gegen die Zuchtbestimmungen der LG und der Zucht -und Körordnung des ARC / ARCD e.V., mit dem gleichen Partner bzw. komplett zu entziehen. Sie sind ebenso berechtigt, die vorläufige Zuchttauglichkeit um ein weiteres Jahr zu verlängern, falls noch keine Deckungen oder Nachzuchtergebnisse erfolgt sind.

Vor der Zuchttauglichkeitsprüfung muss jeder Hund mit Registrierpapieren auf drei Zuchtschauen eines Vereins vorgeführt worden sein und diese Schauen von 3 unabhängigen Richtern mit guter Bewertung abgeschlossen haben.

 

Allgemein:

Seine Zuchttauglichkeit (ZT) und den Wesenstest erhält der Hund im Mindestalter durch einen Zuchtrichter / Zuchtwart/, im Ausnahmefall auch durch einen Tierarzt (mehr als 250 km Entfernung ) unter Vorlage der zu erbringenden und in der Landesgruppe vorgeschriebenen Untersuchungen. Der Hund muss an mindestens einer Zuchtschau eines Rassehundeverbandes mit guter Bewertung teilgenommen haben.

Die Zuchttauglichkeit ist mit Unterschrift und Stempel im Ahnenpass des Hundes oder auf einem formellen Vordruck der ARCD Landesgruppe zu bestätigen.
Autorisierte Personen sind Zuchtwarte – alles weitere entnehmen sie der ZKO des ARC/ARCD e.V..

 

3. Verpflichtung der Züchter

 

Ein angehender Züchter der ARCD Landesgruppe Mops & Bulldogge hat die Verpflichtung, vor Zuchtbeginn mindestens ein Zuchtseminar zu besuchen und sich mit Hilfe eines Zuchtpaten erste Grundkenntnisse der Hundezucht nach dem geltenden deutschem Tierschutzgesetz anzueignen. Alle Züchter der ARCD Landesgruppe haben mehrmals im Jahr die Gelegenheit und die Verpflichtung, Fortbildungen und Seminare zu besuchen. Hier werden auch vereinsfremde Seminare, Kurse und Fortbildungen anerkannt.

 

4. Die in der Landesgruppe verwendet folgende HD Grad -Bezeichnungen:

 

- HD-0 = Kein Hinweis auf HD (DH-Frei) - keine Zuchtauflagen

- HD-I = Übergangsform (HD-Verdacht) - keine Zuchtauflagen bei             Einseitigkeit

- HD-II = Leichte HD - Zuchterlaubnis mit Auflagen: Partner muss 0 bis einseitige 1 sein

- HD-III = Mittlere HD - Zuchtverbot für Mops und französische Bulldogge

- HD-IV = Schwere HD - Zuchtverbot

  • Bei den englischen Bulldoggen gibt es wegen der Schwierigkeit der Rasse eine zu beachtende Ausnahme – hier darf derzeit bis zu mittlern HD Grad gepaart werden - allerdings nur, wenn der gewählte Partner ein geringeres HD-Ergebnis aufweist – was vom Halter des Hundes mit tierärztlichem Zeugnis plus Auswertung zu belegen ist.



5. Die in der ARCD Landesgruppe gültigen ED - Formulierungen lauten:

 

- ED-0 = Kein Hinweis auf HD (ED-Frei) - keine Zuchtauflagen

- ED-I = Übergangsform (ED-Verdacht) -  Zuchteinschränkung

- ED-II = Leichte ED - Zuchtverbot für Mops und französische Bulldogge

- ED-III = Mittlere ED - Zuchtverbot

- ED-IV = Schwere ED - Zuchtverbot

  • Bei den engl. Bulldoggen gibt es wegen der Schwierigkeit der Rasse eine   zu beachtende Ausnahme – hier darf derzeit bis zum leichten ED- Grad gepaart werden - allerdings nur, wenn der gewählte Partner ein geringeres ED-Ergebnis aufweist – was vom Halter des Hundes mit tierärztlichem Zeugnis plus Auswertung zu belegen ist.

6. Die in der ARCD Landesgruppe gültigen PL – Formulierungen lauten:

 

 

- Grad 0 = Patella ist nicht luxierbar - keine Zuchtauflagen

 

- Grad I = Patella luxiert, geht alleine in die Ausgangsstellung zurück  -  Zuchtauflage

 

- Grad II = Patella lässt sich luxieren, muss mechanisch zurück gebracht werden - Zuchtverbot

 

- Grad III = Patella luxiert und bleibt luxiert - Zuchtverbot

 

 

7. Keilwirbeluntersuchung:

 

Es müssen die Anzahl der Keilwirbel und die Platzierung der Keilwirbel beschrieben werden.

 

Untersuchungsformulare sind auf der HP der Landesgruppe und auf der HP des ARCD e.V. zum downloaden bereit.

 

8. Kennzeichnung der Hunde

 

Alle Hunde der ARCD LG müssen gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Mikrochip und obliegt in der Landesgruppe alleine dem Tierarzt. Welpen müssen vor der Wurfabnahme gekennzeichnet werden, jedoch frühestens ab der 8. Lebenswoche.

Alles Weitere entnehmen sie der ZKO des ARC/ARCD e.V.

9.Wurfabnahme

 

Die Wurfabnahme wird grundsätzlich durch einen Zuchtwart der ARCD Landesgruppe ab der 8. Lebenswoche vorgenommen und entspricht der allgemeinen Zucht- und Körordnung des ARCD e.V. Es ist dem Züchter untersagt, die Welpen ohne Wurfabnahme oder vor Beendigung der 8. Lebenswoche abzugeben. Bei Bulldoggen vor Beendigung der 10. Lebenswoche.

Eine Anfahrt des Zuchtwartes bis zu 250 km ist zumutbar. Eine Wurfabnahme durch einen Tierarzt kann ausnahmsweise und nach vorheriger Absprache mit dem ARCD e.V. erfolgen. Diese Ausnahme muss jeweils neu beantragt werden, gilt jedoch für Mitglieder die in weiter als 250 km entfernten Bundesländern leben. Die Kilometerpauschale muss bei der Wurfabnahme entrichtet werden und beläuft sich auf 0,35 € pro gefahrenen Kilometer (gerundet)– oder richtet sich nach dem jeweiligen Zuchtwart.

Zur Beantragung der Ahnenpässe der Welpen sind eine Kopie der originalen Ahnentafel des Vaters und der Mutterhündin, der Deckschein, der Wurfmeldeschein, Kopien der ZTP , der Untersuchungsergebnisse und Ausstellungtitel beider Elterntiere per Einschreiben beim Zuchtbuchamt des ARCD e.V. einzureichen. Die Würfe werden vom jeweiligen Zuchtwart bei der Wurfabnahme in die original Ahnentafel der Mutterhündin eingetragen.

9. Hinweise zum Decken

 

Die Züchter der Landesgruppe sind angehalten einen Deckvertrag abzuschließen. Dies und die Deckgebühr obliegt dem Züchter/Deckrüdenbesitzer in Anlehnung des Zuchtwertes und der Deckerfahrung.

10. Gültigkeit

 

Die Zuchtmitglieder haben sich durch Ihre Unterschrift auf dem Aufnahmeantrag des ARCD e.V. verpflichtet, diese Gruppe mit ihrer Zuchtbestimmung, sowie die Zucht - und Körordnung des ARC/ ARCD e.V. und das Tierschutzgesetz in seiner gültigen Fassung (2007) einzuhalten.

Mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des ARC / ARCD e.V. Deutschland -

Hr. B. Prisor

 

Die Gruppenleitung

Daniela Friedrich

Petra Kos